In der altgermanischen Dichtung, die ausschließlich mündlich überliefert wurde
Runen: Zeichen
kurze Innschriften, Namenserkennungen, magisch-rituellen Formeln;
systematische längere Aufzeichnung literarischer Texte nicht beabsichtigt
in vielfältiger Form;
z.B.: Heldenlied, Kriegslied, Ritualverse-> mündlich weitergegeben, kaum etwas erhalten geblieben
Verbreitung der schriftlichen volkssprachlichen Kultur;
nur so konnte das Christentum dem Volk vermittelt werden-> gemeinsame Religion->einigendes Band im Staat;
Bildung jedoch auf kleinen Persondenkreis beschränkt-> fast ausschließlich Sache des Klerus
Vermittler und Träger der spätrömischen-frühchristlichen Kultur;
Mittelpunkt ihres Interesses: Beschäftigung mit religiösen Themen und Hl. Schrift;
Ausnahme: Aufzeichnung germanischer Dichtung
Weniger erhalten: Merseburger Zaubersprüche, Lorscher Bienensegen
im 10. Jhd. in christliches Messbuch eingetragen;
Lässt bereits eine christliche Umdeutung älterer Zauberformeln erkennen
keine einheitliche Sprachen, vielmehrzahlreiche regionale Dialekte, während Latein Amts-, Bildungs-, und Kirchensprache blieb
Heldendichtungen, die auf historischen Ereignissen und Gestalten beruhen;
Über Jahrhunderte hinweg mündlich weitergegeben, dabei stark verändert;
Hildebrandslied
Erfahrener Krieger Hildebrand kehrt nach jahrzehntelangem Exil in Heimat zurück.
An Grenze begegnet er jungem Krieger: Hadubrand.
Im Gespräch erkennt Hildebrand, dass es sich um seinen Sohn handelt, den er als Kind verlassen hat.
Hadubrand glaubt ihm nicht.
Wegen Ehre sieht sich Hildebrand gezwungen den Kampf aufzunehmen, um nicht als feige zu gelten.
Lied bricht während Kamspschilderung ab, vermutlich endet es mit Tod des Sohnes.
Spätere christliche Bearbeitungen versuchten tragisches Ende durch versöhnliches Ende abzumildern
Neben heidnischen Sprachdenkmälern entwickelte sich umfangreiche althochdeutsche Literatur christlichen Inhalts: Ziel: christliche Inhalte zugänglich zu machen, ohne Latein.
Trotzdem blieb Latein vorherrschende Literatur- und Geldehrtensprache
