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Methoden der Publizistikwissenschaft

Empirie

Begründung und Überprüfung theoretischer Überlegungen über die Realität 
- mit Hilfe bestimmter Forschungsmethoden (z. B. Inhaltsanalyse, Befragung)

- Im Rahmen bestimmter Untersuchungsanlagen (z. B. Experiment)

Empirische Wissenschaft

Als empirisch wird jene Wissenschaft bezeichnet, die sich auf tatsächliche Erfahrungen stützt (Erfahrungswissenschaft) und dabei systematisch und analytisch bzw. intersubjektiv prüfend vorgeht.

Empirische Sozialwissenschaft vs. Naturwissenschaft

Relative Aussagen statt absolute Aussagen
Probabilistische Aussagen statt deterministische Aussagen (nicht absolut wahr, haben eine Irrtumswahrscheinlichkeit)

Hermeneutische Wissenschaft

Konzentration auf Einzelfälle
Ziel: Verstehen und systematisieren aufgrund eigener Erfahrung

Impressionistischer Ansatz (Belege durch Textstellen)

Aktiver Part des Forschers

Erkenntnistheorie (Epistemologie)

frage, wie wir etwas wissen können und welche Erkenntnis als gültig gelten kann

Wissenschaftstheorie

teil der Erkenntnistheorie
Bezieht sich auf die Wissenschaft allgemein

Legt fest, welches Vorgehen und welche Erkenntnisse unter welchen Voraussetzungen als wissenschaftlich anerkannt werden können und welche Aufgabe die Wissenschaft haben soll

Wissenschaftstheorie Positionen:

Kritischer Rationalismus (Empirisch-analytisch)
Beschreiben, Erklären

Deduktiv-nomologisch


Kritische Theorie (Kritisch-dialektisch)

Kritisieren

Kritisch-analytisch

Grundprinzipien des Kritischen Rationalismus:

Falsifikationsprinzip: Aus Theorien werden Hypothesen abgeleitet (Deduktion), die empirisch überprüft, also mit der Realität konfrontiert werden. Wir prüfen, ob sich unsere theoretischen Überlegungen empirisch bestätigen oder ob sie falsifiziert werden
Intersubjektivität: Das dabei eingesetzte methodische Vorgehen müssen andere Forscher untersubjektiv nachvollziehen und kritisch prüfen können

Systematik: Planvolles, einheitliches Vorgehen bei allen Schritten

Hypothesen

Annahmen über einen Sachverhalt
Nomologische Hypothesen machen Aussagen über empirische Zusammenhänge zwischen mindestens zwei Merkmalen

Zusammenhangs-, Unterschieds- und Veränderungs-Hypothesen

Methodologie (Methodenlehre)

- Teil der Wissenschaftstheorie, der Regeln dafür bereithält, welche Methoden wissenschaftlich anerkannt sind und wie und warum welche Methoden eingesetzt werden (dürfen)

Paradigma (Kuhn, 1962)

Vorherrschende „Schule“ (z. B. ptolemäisches Weltbild) in einer Objektwissenschaft
Kann durch neue „Schule“ (z. B. kopernikanisches Weltbild) abgelöst werden (Paradigmenwechsel) oder mit dieser gleichzeitig existieren

Quantitatives Vorgehen bzw. ‚Paradigma‘

Prüfung empirischer Hypothesen
- Einsatz standardisierter Methoden und Auswertungsverfahren

- Quantifizierende Aussagen über möglichst viele Fälle für wenige Merkmale

- Schlussfolgerungen von Stichproben auf Grundgesamtheit (Generalisierung)

- Forscher abseits der Daten

Qualitatives Vorgehen bzw. ‚Paradigma‘

- Exploration und Theoriebildung
- Einsatz nicht-standardisierter Verfahren (Offenheit und Flexibilität)

- Aussagen über möglichst viele Merkmale für eine begrenzte Anzahl an Fällen

- Typisierungen

- Forscher Teil der Daten

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