Eine Geistesbewegung (Mitte 17. & 18. Jh) die die Förderung des Bewusstseins durch Bildung & Kultur in den Vordergrund stellte. Leitmotto: Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant)
Renaissance und Humanismus.
Durch Wissenschaft und Rationalität (Newton, Galilei, Kepler, Bacon).
Der Mensch ist vernunftbegabt, Vernunft ist Maßstab für Leben und Handeln.
Rationalismus und Empirismus.
Selbstbewusster, kritischer, mündiger Bürger; geistige Freiheit; Kritik; Toleranz; Gleichheit jedes Menschen; Grundlage für modernen Verfassungsstaat.
Begrenzung des absoluten Monarchen, Freiheitsrechte und Mitsprache für Bürger, Ablehnung sakraler Legitimation, Bindung an rationale Normen, unveräußerliche Grundrechte, Gewaltenteilung, Recht auf Widerstand, Ziel: Volkssouveränität.
Widerstand absolutistischer Herrscher, Konflikte mit der Kirche, Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität (z. B. Ständeordnung), schwierige Umsetzbarkeit, Missbrauch der Vernunft möglich, unterschiedliche nationale Ausprägungen.
• Säkularisierung: Trennung von Religion und Staat.
• Individualisierung: Betonung des selbstdenkenden Menschen.
• Politisierung: Entstehung einer kritischen Öffentlichkeit (Salons, Zeitungen).
• Bildungsexpansion: Schulen und Universitäten verbreiteten Wissen.
• Revolutionäre Folgen: Amerikanische Unabhängigkeit 1776, Französische Revolution 1789.
• Rechtsstaatliche Folgen: Gewaltenteilung, Grundrechte, Volkssouveränität.
Frankreich eroberte sie und gliederte sie in die Republik ein.
Revolutionäre Ideale von Freiheit, Gleichheit und Volkssouveränität.
Wegen der Kriege und des schwachen europäischen Mächtesystems.
Sie waren bestimmende Kräfte im Reich, verfolgten Großmachtinteressen und standen im Dualismus (Rivalität)
Er forderte den Kaiser zum Friedensschluss auf, da die Kriegskosten zu hoch waren.
Preußen schloss den Frieden von Basel, trat aus der Koalition aus, verlor das linke Rheinufer und erklärte Norddeutschland neutral (bis 1806) → Verstoß gegen Reichsverfassung.
Frieden von Campo Formio: weitere Verluste linksrheinischer Gebiete.
Der Zweite Koalitionskrieg.
Österreich erkannte den französischen Besitz am linken Rheinufer an; Entschädigung für Fürsten mit rechtsrheinischen Gebieten (unter französischem Einfluss, teils gegen Reichsrecht).
Ein Beschluss zur Neuordnung Deutschlands 1803, ausgelöst durch französische Eroberungen.
Aufhebung geistlicher Herrschaften, Verweltlichung kirchlicher Gebiete.
Eingliederung kleiner reichsunmittelbarer Territorien (Reichsstädte, Ritter, Kleinfürsten) in größere Staaten.
Bayern, Baden, Württemberg.
• Entstehung größerer, zusammenhängender Staatsgebiete.
• „Territoriale Revolution“ / „napoleonische Flurbereinigung“.
• Zerstörung der alten Reichsstruktur.
• Stärkung der Mittel- und Großmächte, die Napoleon unterstützten.
Österreich unterlag Frankreich, verlor wichtige Gebiete wie Tirol.
16 süd- und norddeutsche Staaten traten dem Rheinbund bei.
Finaler Austritt dieser Staaten aus dem Reichsverband → unter französischem Schutz, Truppenpflicht.
Er erklärte das Amt des deutschen Kaisers für erloschen und entließ die Reichsstände aus ihrer Pflicht.
Nach fast 1000 Jahren endete das Heilige Römische Reich Deutscher Nation.
• Beseitigung des Flickenteppichs → größere, handlungsfähigere Staaten.
• Stärkung von Mittel- und Großmächten.
• Modernisierung durch effizientere Verwaltung.
• Klarere Rechts- und Machtverhältnisse.
• Vorbereitung für spätere nationale Einigungsbewegungen.
• Zerstörung einer 1000-jährigen Ordnung.
• Verlust der Autonomie kleiner Reichsstädte und Fürsten.
• Aufhebung kirchlicher Herrschaften (Kirchenverlust).
• Abhängigkeit vom französischen Hegemon (Napoleon).
• Machtverschiebung: Österreich geschwächt, Preußen und Süddeutsche Mittelstaaten gestärkt.
• Fehlende Souveränität: kein gemeinsames deutsches Reich mehr.
